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Hund in Not: Erste Hilfe bei Hitzschlag

Es ist heiß in Deutschland und nicht nur wir leiden unter Umständen unter den hohen Temperaturen – auch viele unserer Hunde vertragen das Wetter oftmals nicht gut. Daher sollten ausgedehnte Spaziergänge oder gar sportliche Aktivitäten für den Hund während der Mittagszeit tabu sein und natürlich dürfen Hunde niemals, niemals, niemals (!) im geschlossenen Auto zurückbleiben.

Der Fall wird hoffentlich nicht eintreten, jedoch sollte man sich vorsichtshalber darauf vorbereiten, dass Dein/ein Hund einmal erste Hilfe wegen eines Hitzschlags benötigt: Machen sich Symptome wie Taumeln, starkes Hecheln oder Erbrechen bemerkbar, deuten diese auf einen Sonnenstich / Hitzschlag hin. Jetzt zählt wirklich jede Sekunde!

  • Bring den Hund sofort an einen kühlen und schattigen Platz 

  • Wickel feuchte Tücher erst auf die äußeren Gliedmaßen und lege sie erst danach auf den ganzen Hund

  • Wenn verfügbar, tupfst Du mit einem Eisbeutel von oben den Kopf und Nacken des Hundes ab. Achte sorgsam darauf, dass Du ihm keine Kälteverbrennungen zufügst!

  • Ist der Hund bei Bewusstsein und ansprechbar, biete ihm Wasser an. Es darf niemals einem bewusstlosen Hund Wasser eingeflößt werden, das er nicht schlucken kann. Er könnte daran ersticken.

  • So schnell wie möglich einen Tierarzt oder eine Notfallambulanz aufsuchen. Wenn Du Dich selbst auf den Weg machen kannst, behalte den Eisbeutel beim Transport beim Hund.

  • Mit Ohren-TTouches kann der Kreislauf stabilisiert werden. So geht’s: Der Kopf des Tieres sollte mit einer Hand stabilisiert werden. Das Ohr mit Daumen und Fingern umfassen. Der Daumen liegt oben. Um den Kreislauf zu aktivieren kräftig und zügig mit dem Daumen von der Mitte des Kopfes an der Ohrmuschel über den Ohrenansatz bis zur Ohrspitze gleiten. Damit ist das ganze Ohr behandelt. Die Ohren immer in Wuchsrichtung ausstreichen (Schlappohren nach unten, Stehohren nach oben). Das kann / sollte so lange ausgeführt werden, bis der Tierarzt den Hund übernehmen kann.

Natürlich ist Vorsorge immer besser als erste Hilfe! Daher achte bitte darauf, um welche Uhrzeit Du mit Deinem Hund spazieren gehst, wo Du läufst: Wald, Feld, Stadt – hier steht die Hitze häufig noch schlimmer und wie körperlich anstrengend der Spaziergang ist. Bedenke, dass Welpen und Senioren häufig empfindlicher sind. Und manchmal muss man die Hunde auch einfach mal ausbremsen in ihrem Tun. Denn es gibt auch die Hunde, denen es völlig egal ist, dass 32 Grad im Schatten sind: Es wird getobt und gerannt bis sie vor Erschöpfung umfallen.

Gehe am besten nicht ohne Trinkflasche aus dem Haus. Damit kannst Du im Notfall nicht nur Deinen Hund, sondern auch Dich wieder aufpeppeln.


Ich wünsche Euch einen tollen Sommer!