Training, Verhaltensberatung & Therapie

.... was Markertraining ist?

Damit wir Menschen mit unseren Hunden möglichst effektiv im Training zusammenarbeiten können, benötigen wir einen Weg der sinnvollen Kommunikation.

Es ist hier, wie immer im Leben: wenn zwei Lebewesen miteinander kommunizieren, werden Signale vom Sender zum Empfänger übertragen. Damit aber auch das beim Empfänger ankommt, was der Sender ihm mitteilen möchte, gibt es mehrere Voraussetzungen:

1. Es muss einen gemeinsamen Signalvorrat geben - also ein gemeinsamer Code.

2. Die zu übermittelnden Signale müssen von beiden Seiten verstanden werden.

3. Die zu übermittelnden Signale müssen übertragen werden und ankommen.

Theoretisch einfach, in der Praxis oftmals gar nicht so leicht. Menschen und Hunde sprechen nun mal eine andere Sprache. Damit diese Hürde genommen werden kann und die Kommunikation leichter und effektiver gestaltet werden kann, helfen uns Markersignale.

Was ist ein Markersignal? Dieses kann ein besonderes Geräusch (Clicker, Zungenschnalzer), ein Wort, ein Pfiff oder auch eine bestimmte Berührung sein. Markersignale vereinfachen die Kommunikation, da sie wie eine gemeinsame Sprache sind.

Markersignale dienen der außerartlichen Kommunikation sowie der Kooperation mit dem Menschen, sie verknüpfen effektiv Verhalten mit Konsequenzen (sie sind ein Versprechen auf eine Belohnung). Markersignale übertragen Informationen und übermitteln Emotionen.

Die Funktion des Markersignals: Vorrangig dient es im Verhaltenstraining zum Markieren von erwünschtem Verhalten: Hunde verhalten sich immer. Mit Hilfe des Markersignals können wir unseren Hunden punktgenau mitteilen, welches Verhalten das erwünschte war und sich für sie lohnt. 

Das Markersignal kann aber auch zur Überbrückung von Zeit dienen: Hunde können ein Verhalten mit einer Konsequenz nur binnen 1-2 Sekunden miteinander verknüpfen. Durch das Markersignal schaffen wir uns etwas mehr Zeit, um diese Verknüpfung zu erschaffen und vermeiden so Fehlverknüpfungen.

Eine weitere Funktion ist die Übertragung von positiven Emotionen: Das Signal ist mit vielen für den Hund wichtigen und schönen Dingen verknüpft (zum Beispiel Futter, Spiel, Streicheleinheiten). Diese Dinge lösen beim Hund eine positive Grundstimmung aus. Das Markersignal kündigt all diese Dinge an und beim Hund wird dadurch eine positive Erwartungshaltung und Stimmung ausgelöst und negative Emotionen entgegengewirkt. So wird zum Beispiel aus Aufregung eine positive Erwartungshaltung.

Das Markersignal ermöglicht einen eindeutige Kommunikation: Wird ein Markersignal verwendet, kommunizieren Menschen deutlicher mit dem Hund. Sie konzentrieren sich mehr auf das erwünschte Verhalten und haben so unter Umständen auch wieder deutlich mehr Spaß und Freude mit ihrem Hund da das negative Verhalten nicht mehr so im Vordergrund steht.

Als letztes wäre noch die Wichtigkeit des Menschen: Denn dieser produziert das Markersignal und ist somit für die Bedürfnisbefriedigung des Hundes maßgeblich verantwortlich. Dieser Faktor lässte den Menschen damit in der Wertigkeit des Hunden recht weit nach oben wandern.

Zum Aufbau des Markersignals: Damit das Signal sinnvoll und effektiv als Kommunikationsmittel  für das Training eingesetzt werden kann, muss es für den Hund eine Bedeutung erlangen die er versteht. Hier führt der Weg über die klassische Konditionierung.